Bissiges

März 11, 2009

Schwarze Löcher

Filed under: Politik — laempel @ 2:32 pm
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Flint spekuliert gerade über den Einfluss der Schwarzen Löcher im Alltag und kommt zu dem Schluss, dass alle mittelschweren Gravitationsprobleme auf diese zurückzuführen sind. Von dem Vorhaben, auch den Verbleib der verschwundenen Socken damit erklären zu wollen, kann ihm nur abgeraten werden. Es kann nur zu Irrwegen führen, denn  die Zusammenhänge sind hier viel naheliegender, als dass man  hierfür  Schwarze Löcher oder die Quantenphysik bemühen müsste.  Jeder weiß, dass die Textilindustrie mit der Waschmaschinenindustrie unter einer Decke steckt: In jeder Maschine ist ein Sockenannihilator eingebaut, der regelmäßig einen gewissen Prozentsatz an Socken aus dem Wirtschaftskreislauf entfernt, damit die Sockenproduktion nicht zum Erliegen kommt. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass sich so auch die Maschinen schneller abnutzen.

Aber dies sind nur Kleinigkeiten oder Peanuts, wie Banker zu sagen pflegen, wobei jetzt das eigentliche Thema erreicht wäre. Denn die Schwarzen Löcher bedrohen mittlerweile unsere gesamte Zivilisation: Zurzeit bemerkt man allerorten, dass Geld in unvorstellbaren Größenordnungen einfach verschwunden ist.  Und das Erstaunlichste: Kaum ist ein Finanzloch entdeckt, tut sich auch schon das nächste auf — wie uns alle Finanzexperten der Banken einhellig versichern, alles ganz unvermittelt und unvorhergesehen. (Die Ähnlichkeiten zum schleswig-holsteinischen Landeshaushalt sind hier übrigens rein zufälliger Natur.)

Was sagt uns das jetzt in Bezug auf die Physik der Schwarzen Löcher? — Schwarze Löcher sind nicht nur physikalischen, sondern auch biologischen Gesetzmäßigkeiten unterworfen. Wie jedes Lebewesen sind sie an einer möglichst hohen Reproduktionsrate interessiert, um das Überleben der Art zu sichern. Und im Augenblick haben sie eine dermaßen hohe Reproduktionsrate erreicht, dass es enormer Anstrengungen bedarf, die Zivilisation, wie wir sie kennen, zu retten: Also Beamte, es ist endlich mal auch an euch, einen Beitrag zum Wohl der Gemeinschaft zu leisten. Steckt zurück, verzichtet auf Lohnerhöhung oder besser noch, arbeitet länger, damit der Staat Stellen einsparen und so das Geld an die notleidenden Bankmanager überweisen kann!

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2 Kommentare »

  1. Hmmm…für Socken mag das stimmen, aber was ist mit Kaffeelöffeln?

    Kommentar von Flint — März 11, 2009 @ 5:40 pm | Antwort

  2. Die haben sich freiwillig zum Sonderdienst bei den Banken gemeldet.

    Kommentar von laempel — März 13, 2009 @ 7:35 pm | Antwort


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