Bissiges

Mai 31, 2007

Berufskrankheiten

Filed under: Arbeitsbedingungen,Schülerverhalten — laempel @ 10:10 pm

Lehrern sagt man nach, dass sie immer jammern. Sie seien nie zufrieden, würden ständig unter der hohen Belastung stöhnen, seien unflexibel, wenn es um Neuerungen gehe.

Das alles sind markante Anzeichen einer Berufskrankheit! Wie in jedem Beruf wirkt ein ungesundes Umfeld und führt zu gewissen Deformationen. Da in der Schule dieses Umfeld zum größten Teil aus Schülern besteht, müssen wir uns den typischen Schüler einmal genauer anschauen.

Auf die Aufforderung: „Schlagt eure Bücher auf S. xy auf und bearbeitet die Aufgabe z“, folgt prompt ein entnervtes Stöhnen, dem Lehrer die hoffnungslose Überforderung und Lustlosigkeit entnehmen kann: „Oh, nicht schon wieder schreiben … sooo viel schon wieder … so ne doofe Aufgabe ….“, um nur die harmlosen Äußerungen zu nennen.
Auf die freudige Ankündigung „Heute machen wir das aber mal anders!“ (Lehrer will schließlich durch Methodenwechsel etwas Abwechslung in den Unterricht bringen) folgt unausweichlich der prompte Wunsch: „Können wir das nicht wie immer machen?“
Ganz schlimm wird es, wenn es um die Anforderungen bei Klassenarbeiten geht: „Das ist viel zu viel!“ … „Das können Sie doch nicht von uns verlangen!“ … „Da müssen wir ja so viel lernen!“ ….

Es ist doch sonnenklar, dass diese pubertär wabernden Miss-Stimmungen schließlich auch ihre Furchen in das Lehrergehirn graben.

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